WTT Young Leader Award

Team Solenthaler gewinnt WTT Young Leader Award 2014 der Fachhochschule St. Gallen

Für das Recyceln von Elektronikschrott hat ­Solenthaler Recycling AG Studierenden der Fachhochschule ­St. Gallen (FHS) den Auftrag erteilt, ein Steuerungssystem zu erstellen, mit dem anhand relevanter Kennzahlen die Produktionsprozesse tagesaktuell abgebildet und gemessen werden können. Im Rahmen einer ­festlichen Preisverleihung wurde dem Team der WTT Young Leader Award in der Kategorie Managementkonzeption verliehen.

Recycling ist ein hochindustrieller, komplexer und aufwendiger Prozess. Aus einem Produkt werden die einzelnen Werkstoffe herausgearbeitet. Dabei sollen möglichst wenige Schadstoffe und wenig Restmaterial entstehen, dafür aber möglichst alle Wertstoffe zurück gewonnen werden. Michael Grob aus Gossau, Rafael Klarer aus Engelburg, (der nun bei unserer Schwester GVZ AG in Dagmersellen als GF Stv begonnen hat) Samuel Tekin aus St. Gallen und Patrick Gerig aus Waldstatt haben den Prozess und die Teilprozesse analysiert und jene Kennzahlen ermittelt, die Aussagen über die Effizienz der mechanischen Verarbeitung von Elektronikschrott in unserem Verarbeitungswerk in Gossau machen.
Der Fokus wurde auch auf mögliche Schwachstellen gelegt. Diese wurden identifiziert, und das Team schlug Lösungen zur Behebung vor. Das Team erstellte ebenfalls ein Kennzahlen-Cockpit zur Messung der Leistung der Mitarbeitenden. Diese haben an entscheidenden Stellen grossen Einfluss auf die Prozessqualität.

Die Studierenden ermittelten für alle Kennzahlen Ist- und Soll-Werte sowie die zulässigen Abweichungen bezüglich Faktoren wie Reinheit der Stoffe oder Betriebsgeschwindigkeiten. Anhand einer Ursachen- und Wirkungsanalyse wurden auch die Wirkungszusammenhänge und Auswirkungen eines Stillstands auf den Umsatz ermittelt und die Finanzperspektiven mit dem Prozess verknüpft. Anhand der tagesaktuellen Kennzahlen kann Solenthaler Recycling AG nun frühzeitig erkennen, wenn etwas falsch läuft. Diese Kennzahlen tragen dazu bei, Prozesse zu optimieren.

Prof. Müller, Leiter der Wissens­transferstelle WTT-FHS, Fachhochschule St. Gallen, erläutert das Prinzip des WTT Young Leader Awards

Einzigartige Praxisorientierung in der Bachelor-Ausbildung an der FHS St.Gallen

In jährlich 240 Praxisprojekten wenden die Studierenden der FHS St.Gallen die gelernte Theorie für Aufträge von Unternehmen und öffentlichen Institutionen an. Dieses Modell gibt den Studierenden Praxiserfahrung und den Auftraggebern umsetzbare Resultate.

Abgeleitet vom strategischen Ziel des praxisorientierten Studiums, hat die Fachhochschule St. Gallen (FHS) unter der Leitung der Wissenstransferstelle WTT-FHS ein einmaliges Praxismodell entwickelt: Die Studierenden des Bachelorstudiums in Betriebs­ökonomie erlernen im Studium zu 80 Prozent die Theorie, welche sie während 20 Prozent in sogenannten Praxisprojekten anwenden. Unterstützt werden sie dabei von einem Dozenten der FHS, der die Teams als Coach begleitet. Für die Auftrag­geber erarbeiten die Studierende direkt anwendbare Analysen und Konzepte, welche an einer Schlusspräsentation und in einem Schlussbericht festgehalten werden.

Krönender Abschluss mit WTT YOUNG LEADER AWARD

Die besten Praxisprojekte in den Kategorien Marktforschung und Managementkonzeption werden für den WTT YOUNG LEADER AWARD nominiert, der jährlich in der Tonhalle in St.Gallen an einer feierlichen Zeremonie vergeben wird. Spitzenmanager aus der Wirtschaft und zwei Persönlichkeiten der FHS St.Gallen bilden die Jury. Neben den vier Preissponsoren Bühler AG, Leica Geosystems AG, Bauwerk Group und Tagblatt Medien tragen 17 weitere Partner aus der Wirtschaft und Politik den etablierten Anlass.

Am 23. September 2014 hat das vierköpfige Praxisprojektteam mit Michael Grob, Patrick Gerig, Rafael Klarer und Samuel Tekin den WTT YOUNG LEADER AWARD in Management gewonnen. Es hat für die Solenthaler Recycling AG ein Management-Cockpit für ein nachhaltiges Recycling-Business erarbeitet. Ausschlaggebend für den Sieg waren gemäss den Jury-Kriterien die analytische und konzeptionelle Substanz sowie die Wert­haltigkeit und das Erfolgspotenzial für die Praxis.

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